1.Mannschaft ist an der eigenen Chancenverwertung gescheitert

Die Funkstädter hatten sich, von Coach Lars Halt fokussiert eingestellt, doch heute so einiges an Wiedergutmachung ausgerechnet. Klar fehlt es momentan in der Breite, da viele Spieler einfach fehlen, die noch vor der Saison fest eingeplant waren, vor allem durch Verletzungen, aber die Mannschaft die heute auflief, konnte sich trotzdem sehen lassen. Über die Ausfälle zu spekulieren ist müßig und machen wir jedes Wochenende, freuen wir uns derer die da sind. Von Beginn an merkte man den Funkstädtern an, dass sie im Derby präsent sein wollten und auch die Gäste von Eintracht Falkensee e.V. wollten ihr übriges dazu beitragen.

Der VfL legte los wie die Feuerwehr. Angetrieben durch ihren zurückgekehrten Kapitän Martin Herm, legte vor allem das Mittelfeld um Tim Rudolph, Sebastian Luczka, Martin Berndt und Moritz Klimanski sich richtig ins Zeug. Das war heute ein ganz anderer Auftritt als in den beiden letzten Spielen, wo man den Spielern den Willen zwar nicht absprechen konnte, aber das nötige Quentchen fehlte. Heute, Joshua Szwiec durch, der Verteidiger spitzelt den Ball noch zur Ecke, andere Körpersprache. Auf der anderen Seite kurze Unordnung, aber keine Gefahr für das von Enrico Czerwonatis gehütete Tor. Wieder rüber erneut Szwiec auf Rudolph, der verpasst, dahinter Jairo Perez komplett blank, was für eine Rettungsaktion auf der Linie der Falkenseer, da hätte der junge Nicaraguaner seine am Ende gute Leistung früh krönen müssen. In der Phase die Funkstädter viel besser, aber es wollte nichts zählbares bei rumkommen. Nach einer Ecke von Luczka steht Philipp Bergler gut, aber auch sein Ball kann ein Verteidiger am zweiten Pfosten entschärfen. Klimanski durch, Waskowski, ans Aluminium. Die Gäste beeindruckt ob der Vorstellung der Haltmännner. Hinten ließen die Defensivspieler kaum etwas zu, einzig der quirlige Ex VfLer Nkemakolam versuchte sich in einigen Dribblings, aber da war er bei Martin Berndt an der richtigen Adresse und kam kaum durch. Ein Jensch Freistoß der Gäste entschärfte Herm per Kopf, mehr war nicht von den Gartenstädtern zu sehen, ein Klimanskifreistoß war zu ungenau. So plätscherte das Spiel dann mit Vorteilen auf Seiten des VfL dahin. Zwei Aufreger auf beiden Seiten sollte es noch geben. Schnell nach vorne getragener Angriff der Gäste und Czerwonatis zweimal mit dem Beweis, warum er im Tor steht und nicht auf der linken Bahn zu Hause ist, starke Reflexe. Der VfL hatte auch noch einen, Ecke mit dem Pausenpfiff, Bergler aufs Tor, gesaved, Herm im Nachschuss, natürlich skandierten alle Heimfans auf Tor, aber das war wohl hauchdünn, ob der drin war weiß man nicht, die Uhr des Refereees sprang nicht an und auch wenn der Falkenseer Verteidiger nach dem Spiel zugab der könnte drin gewesen sein, ging es mit 0:0 in die Pause.

Aus der kommt der VfL wieder mit Dampf. Eingabe von Klimanski, der Verteidiger verpasst, Waskowski in einer Bewegung Ballannahme und Abschluss, überragender Reflex Von Konrad der das Spielgerät aus 7-8 Metern noch ans Gebälk lenkte. Was unser Team da heute wieder liegen ließ, lies die Haare vom Trainerteam nicht dunkler werden. Luczka auf Perez, Ecke, die auf Lukas Bannies, knapp vorbei. Die Gäste igelten sich so richtig ein und machten das, was man mit so einem Team macht, das Chancenwucher betreibt. Bestrafen. Leider. Langer Ball auf Nkemakolam der ist dann einfach zu schnell, aber auch zielstrebig und macht das schmeichelhafte 0:1, den Kuss aufs Falkenseewappen, geschenkt, Charakter kann man nicht kaufen. Jetzt die Gartenstädter wieder in der Partie, die sie eigentlich nur noch über die Zeit retten wollten, Blut geleckt. Zwei Abschlüsse verfehlen aber ihr Ziel merklich. Die Funkstädter jetzt wütend. Luczka sieht Perez starten, der legt den Ball an Konrad vorbei und der ruppt ihn um. Elfer, Waskowski, Konrad chancenlos, 1:1. In der Schlussphase gab es das, was ein Derby braucht, Emotionen und auch mal ein fliegender Bierbecher, auf dem Platz gab es aber nichts zählbares mehr. Ein paar Standards segelten noch in die Sechzehner, aber die Defensivreihen behielten die Lufthoheit und so gab es keine brenzlige Szene mehr. Der zwar kleinliche, aber gute Schiedsrichter hatte die Partie im Griff und so waren pöbelnde Fans das geringste Problem.

Mit Abpfiff waren diese vergessen und man musste aus VfL Sicht zwei verlorene Punkte, jedoch durch den Rückstand einen gewonnen Punkt mitnehmen. Vielleicht gehört das nicht zum Derby die Dusche laufen zu lassen, aber gut ferngesteuerte gibts überall, wir hoffen der Sportskamerad mit den Initialen OK gehört nicht dazu, dein Shirt liegt noch hier bei uns.

Nächste Woche die Überraschungsmannschaft ESV Lokomotive Potsdam e.V., mal schauen was da geht.