Mannschaft siegt spät in Großwudicke – Arbeitssieg mit Extra-Würze
Manchmal ist Fußball kein Fest – sondern einfach nur Knochenarbeit.
So auch beim 2:1-Auswärtssieg der 3. Mannschaft des VfL Nauen beim kampfstarken Team aus Großwudicke, das sich mit Spielern aus Rathenow verstärkt hatte und dementsprechend nicht mehr als klassischer Dorfgegner auftrat, sondern als unangenehm zu bespielender Block.
Früher Führungstreffer – dann der Fadenriss
Die Funkstädter kamen gut in die Partie, dominierten in den ersten Minuten Ball und Gegner. Doch dann der erste große Aufreger: Nach einem brutalen Einsteigen auf die Achillessehne von Bastian Schober war für den Großwudicker früh Feierabend – rote Karte, keine Diskussion.
Trotz Überzahl kam der VfL aus dem Tritt. Zunächst noch ein Lichtblick: Florian Walter bedient Karol Zyto, der steil auf Kapitän Sören Möller – 0:1!
Doch das Tor wirkte eher lähmend als befreiend. Großwudicke nutzte einen Ballverlust clever aus – 1:1, aus dem Nichts. Danach: Fehlpässe, wenig Bewegung, Ideenlosigkeit. Pause.
Rote Karten, Spuckattacke und Nervenkrieg
Nach Wiederanpfiff wurde es hitzig – und das im negativen Sinn: Nach einer Gelben Karte für die Gastgeber applaudierte der betroffene Spieler demonstrativ dem Schiedsrichter – Gelb-Rot. Dann folgte das absolute No-Go: Der Spieler spuckte in Richtung des Unparteiischen.
Reaktion? Fassungslosigkeit auf allen Seiten. Hier droht eine Sperre, die in Monaten gezählt wird. Und zu Recht.
Aber: Großwudicke hielt trotz Unterzahl wacker dagegen – und der VfL tat sich weiter schwer. Viele Ballkontakte, wenig Raum, kaum Tempo. Und dann auch noch Gelb-Rot für Jaime Fourmont – jetzt wieder fast Gleichzahl. Plötzlich wurde es ein echtes „Next Goal Wins“-Spiel.
Großwudicke roch Lunte, hatte Chancen. Die Partie wogte hin und her. Und dann – kurz vor dem Abpfiff:
Reinhardt. Gehm. Owoc. Tor!
Jethro Reinhardt hebt den Kopf, sieht Daniel Gehm, der startet. Marlon Owoc bindet den Verteidiger clever – Gehm frei durch, cool im Abschluss – 1:2!
Ekstase auf Funkstädter Seite. Nicht schön, nicht glanzvoll – aber sowas von verdient!
Fazit:
Zäh, emotional, wild – und mit Happy End.
Die 3. Mannschaft zeigt, dass sie auch die „dreckigen Spiele“ für sich entscheiden kann. Sechs Punkte aus zwei Spielen – genau wie die Teams aus der Ersten und Zweiten. Der Saisonstart? Besser geht’s kaum.
Jetzt wartet das Pokalwochenende – und die volle Unterstützung gilt der Zweiten Mannschaft. Zusammen ist alles möglich!







