Pokalkrimi pur: 1. Mannschaft ringt Schenkenberg nieder – mit Nerven, Herz und Wut im Bauch!
Revanche geglückt! Was im letzten Jahr noch als bittere Niederlage endete, wurde in diesem denkwürdigen Pokalspiel auf heimischem Rasen zum echten Fußball-Krimi mit Happy End. Die 1. Mannschaft des VfL Nauen holte sich gegen den SV Empor Schenkenberg nach packenden 120 Minuten plus Nachspielzeit den verdienten 2:1-Sieg – trotz, oder gerade wegen, eines Spiels, bei dem man manchmal dachte, der Schiedsrichter hätte seinen Pfeifenkopf irgendwo im Tornetz verloren.
Blitzstart mit Chancenfestival
Schon in den ersten Minuten war klar: Die Funkstädter hatten nicht nur eine Rechnung offen, sondern auch jede Menge Dampf im Kessel. Aurel Schönnebeck wirbelte sich früh in die Box und zirkelte den Ball haarscharf vorbei. Gleich hinterher Merlin Schmid – ebenfalls knapp daneben. Der VfL schnürte die Gäste in ihrer Hälfte regelrecht ein, ein frühes Tor lag in der Luft.
Dann endlich: Nach 30 Minuten segelt eine Flanke von Julian Krause in den Strafraum – Maciej Waskowski steht goldrichtig und nickt das Leder ein. 1:0! Hochverdient!
Doch wie es manchmal so läuft, kommt es hinten plötzlich bitter: Ein vertändelter Ball, ein Laufduell, ein klar abseitsverdächtiger Treffer der Gäste – aber weder Schiri noch Assistent wollten etwas gesehen haben. 1:1, der Ärger groß, das Spiel wieder offen. Bis zur Pause wurden die Gäste stärker, besonders bei Ecken gefährlich. Für den VfL blieb’s bei Ärger, aber ohne weiteren Gegentreffer.
Halbzeit zwei: Chancenwucher, Foul-Festival, Kartenchaos
Nach dem Seitenwechsel wieder das gleiche Bild wie zu Beginn: Schönnebeck und Halt sorgten für Wirbel, aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Stattdessen häuften sich die Fouls – vor allem gegen Nick Halt, der heute offensichtlich Zielscheibe Nummer eins war. Und als er mehrfach regelwidrig gelegt wurde, blieb der Pfiff aus. Stattdessen gab’s Karten – aber fast ausschließlich für die, die sich beschwerten.
Die Partie wurde hitziger, ruppiger, lauter – und der Unmut auf dem Platz wuchs. Als Dieffi Tezeuda dann endlich Gelb sah, war das längst überfällig. Später legte er mit einem rüden Tritt nochmal nach, diesmal half der Assistent mit – Gelb-Rot.
In der Druckphase des VfL hielt der Gästekeeper Wessel mit Glanzparaden seine Mannschaft im Spiel. Verlängerung!
Overtime: Kampf, Krämpfe – und endlich das erlösende Tor!
Auch in der Verlängerung wollte das Runde einfach nicht ins Eckige. Waskowski, heute überragend, verzog knapp. Dann die Schrecksekunde: Tristan Woitina sah für ein Allerweltsfoul Gelb-Rot – die Teams nun wieder personell gleichauf. Wechsel, Krämpfe, Chaos – es war alles drin.
Und dann endlich: Nick Halt, diesmal als Vorbereiter, fand erneut Waskowski, der zum 2:1 einköpfte – grenzenloser Jubel! Das war mehr als verdient – das war ein Pokal-Kraftakt mit allem, was dazugehört.
Kurz vor Schluss nochmal der große Gelb-Regen: viermal in der Nachspielzeit, inklusive einer weiteren Ampelkarte. Übertrieben? Vielleicht. Gerecht? Sicher.
Fazit:
Ein episches Spiel, das auf die Nerven ging – aber auch auf’s Herz. Mit enormer Moral, großem Willen und trotz grenzwertiger Schiedsrichterleistung zieht die 1. Mannschaft in die nächste Pokalrunde ein.
Nächste Station: Wittenberge – das ewig junge Duell mit Veritas wartet.







