Spitzenspiel mit Wahnsinns-Wende – VfL Nauen und Golm trennen sich 3:3 nach packender 2. Halbzeit
Das war nichts für schwache Nerven.
Im Auswärtsspiel bei der SG Grün-Weiß Golm musste die 1. Mannschaft des VfL Nauen von Coach Dirk Altkrüger alles aufbieten, was ein Spitzenteam auszeichnet – Moral, Mut und ein Schuss Magie aus der Distanz.
Am Ende stand ein 3:3-Unentschieden, das nach zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten irgendwie gerecht, aber auch irgendwie verrückt war.
Erste Halbzeit: Pomadig, passiv, punktlos
Die Funkstädter hatten personell ein paar Ausfälle zu verkraften, standen dennoch mit einer schlagkräftigen Truppe auf dem Platz. Nur: Die war offenbar noch im Bus.
Die erste Halbzeit war zäh, mutlos, ideenarm – nach vorne ging gar nichts, hinten stand man zumindest kompakt. Doch ein einzelner Fehler reichte: Defensiv nicht wach, Golm eiskalt – 1:0.
Kurz zuvor hatte Enrico Malak noch die Riesenmöglichkeit zum 0:1, blieb aber hängen – das Spiel hätte kippen können, tat es aber (noch) nicht.
Kurz vor dem Pausenpfiff dann noch eine Schrecksekunde: Ein Golmer Spieler verletzte sich bei einem unglücklichen Zweikampf am Kopf und musste vom RTW abgeholt werden. Gute Besserung an dieser Stelle!
Zweite Halbzeit: Comeback-Feuerwerk mit Sarnow-Zauberei
Nach dem Seitenwechsel kam der VfL wacher aus der Kabine – aber so richtig wach war man erst, als Golms Abwehrchef nach einer Ecke erneut völlig frei zum 2:0 einköpfte.
Dann platzte der Knoten.
- Jendrik Sarnow, offenbar mit Vertrag bei der Sportschau, zimmerte aus 35 Metern den Ball in den Knick – Anschlusstreffer und pure Emotion: 2:1.
- Kurz darauf der Ausgleich fast durch Merlin Schmid und dann durch den eingewechselten Kapitän, dessen Abschluss noch von der Linie gekratzt wurde.
- Doch dann wieder Sarnow: Diesmal aus 30 Metern, wieder mit maximaler Präzision – 2:2. Golm wusste nicht mehr, wie ihnen geschah.
Und es kam noch besser:
- Gutschmidt, der in dieser Saison noch nicht getroffen hatte, machte den Deckel auf sein starkes Spiel – 2:3 für den VfL!
Was für eine Wende!
Spätes 3:3 – und trotzdem ein Punkt zum Mitnehmen
Doch Golm kam nochmal: Standardsituation, der aufgerückte Großer stieg hoch und köpfte zum 3:3 ein. Danach wankten beide Teams, aber keiner fiel mehr.
Fazit:
Eine Halbzeit zum Vergessen, eine zum Verlieben.
Der VfL zeigt, dass er Rückstände aufholen, Moral zeigen und mit Power zurückkommen kann. Ja – man hat zwei Punkte verloren, aber genauso auch einen gewonnen. Denn diese zweite Halbzeit war ein Statement!
Jetzt geht’s gegen den Pankower SV – ein völlig unbekannter Gegner, der in der Liga schon für Überraschungen sorgte. Der VfL ist gewarnt – und bereit.







