Überraschend deutlicher Heimsieg der 1.Mannschaft gegen den ESV Lok Potsdam

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten konnten die 161 Zuschauer auf dem Gelände des VfL Nauen bestaunen, beide konnte der VfL für sich trotzdem erfolgreich gestalten. Defensiv hatte der Coach wenig Grund zur Veränderung, so standen Steven Schener mit der Binde und Martin Herm wieder im zentralen Defensivverbund, flankiert von Sebastian Buge und Rafał Jahn, vor ihnen war mit Dennis Kroh die ordnende Hand und Marian Stolle das spielerische Element vertreten. Vorne irgendwie mit Maciej Waskowski, Tom Gutschmidt, Tim Rudolph und Nick Halt. Die Gäste antworteten mit einem sehr defensiven 442.

Tabelle vom 06.11.2022
Quelle: fussball.de

Nach 30 Sekunden gleich Aufregung vor Loks Keeper, als sich Gutschmidt durchtankte, da konnte der Keeper in letzter Not retten, die darauffolgende Ecke brachte nichts ein. In der Folge neutralisierten sich die Mannschaften, wobei die Funkstädter das eher mit Ballbesitz lösen wollten. Nach gut zehn Minuten wird Gutschmidt von den Beinen geholt, 20 Meter vorm Tor, Gutschmidt will es mal mit Gewalt versuchen, naja, Ecke. Halt serviert die Pille auf den ersten Pfosten und Waskowski in Torjägermanier ins lange Eck zum 1:0. Das sollte Sicherheit geben, mit Nichten jetzt Lok voll da, Heidari durch, Wilhelm kratzt die Pille ausm Eck, keine paar Sekunden später schöne Flanke und Tobias blank, Nachschuß und vorbei, da müssen die Gäste das Ergebnis egalisieren. Vor allem über den Spieler mit der 17 der nicht im Spielbericht auftauchte ging viel. Beim VfL waren viele kurze Pässe sehr schlampig, viele Situationen wo man einfach die falsche Entscheidung traf und somit meist den Gästen damit den Ball überließ. Völlig unnötig, da die Gäste diesen gar nicht wollten. Kroh versuchte jetzt über Ballstafetten Sicherheit ins eigene Spiel zu bekommen. Ganz konnte man den VfL aber auch nicht vom Gehäuse fern halten, vor allem beim Gegenpressing war man oft erfolgreich. Lok agierte mit langen Bällen und dadurch das man schlampig verteidigte kamen die auch ab und zu an und Potsdam vors Tor. Einmal Kroh in letzter Not gegen Tobias. Die darauffolgende Ecke, wieder Strehl blank im Strafraum, den Befreiungsschlag nahm Nick Halt auf und enteilte allen, aber der letzte Mann und sein Keeper im Verbund konnten ihn da mit Glück stoppen. Potsdam blieb bissig in den Zweikämpfen, aber vorne einfach zu harmlos. So plätscherte das Spiel so dahin. Wenn der VfL es schnell machte konnte man auch Chancen generieren, aber das Spiel blieb fahrig. Vor allem über Einzelaktionen konnten die Funkstädter etwas zählbares holen, so kam Halt einmal zum starken Abschluss und auf der anderen Seite Onabid wieder kläglich alleine vor Wilhelm. Es muss nicht 1:0 stehen aus Sicht der Gäste, aber dafür waren sie selbst verantwortlich. Beinahe hätte Rudolph erneut nach einer Haltecke die Gäste erneut bestraft, aber der Kopfball ging knapp drüber. Kurz vor der Pause Waskowski blank vorm Keeper, geklärt, zweiter Ball, Gutschmidt legt den Ball am Verteidiger vorbei und der geht in die Grätsche die Gutschmidt zu Fall bringt, Elfer. Halt ohne Chance für den Keeper, 2:0. Halbzeit.

Der VfL Körpersprachentechnisch völlig verändert aus der Kabine, da gabs sicherlich paar nette Worte von Coach Halt. Pressing, Jahn erobert den Ball, Gutschmidt setzt sich durch, sauber auf Halt, der in der Box und konnte problemlos zum 3:0 netzten, nach 46 Minuten hat man den Gästen, die sicherlich auch ambitioniert aus der Kabine kamen, den Zahn gezogen. Jetzt die Funkstädter bissiger und auch die zweiten Bälle kann man jetzt fest machen. Chancen wurden jetzt etliche herausgespielt. Waskowski, Halt mehrmals und Gutschmidt, dazu der eingewechselte Joshua Szwiec. Bei Potsdam nach vorne ging dann gar nix mehr. Schneider belebte die linke Bahn mit Szwiec nochmal, dann Gutschmidt wieder gut in Szene gesetzt, seinen Schuss kann der Keeper nur abwehren und Aurel Schönnebeck staubt zum 4:0 ab. Wenn Gutschmidt schon kein Date mit der Anzeigetafel bekommt, verschafft er heute dreimal seinen Kollegen dieses. Jetzt war es eine Frage der Höhe, da die Gäste praktisch nur noch alles raushauten und der VfL spielerisch jetzt komplett überlegen war. Herm drüber, Waskowski vorm Keeper in letzter Sekunde geklärt, aber dann kurz vor Schluss serviert Kroh den Ball noch einmal perfekt auf Waskowskis Kopf und der zum 5:0. Dann am Ende in der Höhe auch verdient, obwohl die Gäste sicherlich mit ihren Chancen in Halbzeit eins hadern werden.

Nächste Woche Spitzenspiel bei der SG Bornim.